SPD-Straelen für umweltverträgliche Sportanlagen

Veröffentlicht am 28.12.2018 in Ratsfraktion

Nach Auffassung der Straelener SPD-Stadtratsfraktion darf die kommunale Sportförderung nicht zu einer Belastung der Umwelt führen. „Umweltschutz und Sportförderung dienen gemeinsam der Gesundheit der Menschen“, so der Straelener SPD-Fraktionsvorsitzende Falko Schuster. „Es wäre absurd, die Belange der Umwelt und des Sports gegeneinander auszuspielen.“ Genau diese Gefahr bestehe jedoch aktuell.  Die Sozialdemokraten beziehen sich dabei auf einen Beschluss, der in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste am 29.11. des Jahres gegen ihre Stimmen und bei einer Enthaltung der Fraktion GO/Grüne von allen anderen Ausschussmitgliedern gefasst wurde. Demnach soll auf der Sportanlage Römerstraße ein Kunstrasenplatz errichtet werden. Gleichzeitig wurde dem Rat empfohlen, die hierfür erforderlichen Mittel (rund eine Mio. Euro) in den Entwurf des Haushaltsplans für 2019 aufzunehmen.

Für  den SPD-Fraktionsvorsitzenden ist der Ablauf im Ausschuss für Bürgerdienste ein „Unding“. „Entweder“, so Schuster “haben die diejenigen, die den Beschluss gefasst haben, die sorgfältige Beschlussvorlage der Verwaltung gar nicht gelesen, oder, was noch schlimmer wäre, bewusst nicht zur Kenntnis genommen“. Er bezieht sich mit seiner Kritik auf die Stellungnahme der Straelener Stadtverwaltung zur Nachhaltigkeit des Vorhabens. Diese beinhaltet folgende Hinweise: Erstens  könnten „Kunstrasenplätze … im Hinblick auf die Umwelteinwirkungen … problematisch sein“. Zweitens sei als „weiterer Umweltaspekt… das unvermeidbare Freisetzen von erheblichen Mengen an Mikroplastik“ zu beachten. Und drittens müsse nach 12-15 Jahren mit „erheblichen Abfallmengen“ gerechnet werden, „für die die Wiederverwendung (als Trainingsplatz, Bolzplatz) oder die Wiederverwertung zum heutigen Zeitpunkt nicht garantiert werden kann“.

„Auch haushaltswirtschaftlich ist der gegen unsere Stimmen gefasste Beschluss problematisch“, führt Schuster weiter aus. „Bei einem geplanten Verlust von rund 5 Mio. Euro kann man nicht noch einen auf dicke Hose machen und leichtfertig  zusätzliche Verluste von jährlich 50.000 Euro in Kauf nehmen“. Das sei schlicht und einfach unverantwortlich. Mit Recht habe der Straelener Kämmerer in seinem Haushaltsentwurf für 2019 die Errichtung eines Kunstrasenplatzes nicht eingeplant. Auch in diesem Punkt setze sich somit die CDU-Mehrheitsfraktion über das Expertenwissen der Verwaltung hinweg.

Noch haben die Straelener Sozialdemokraten nicht aufgegeben. In der anstehenden Sitzung des Stadtrates, bei der es um die Verabschiedung des Haushaltsplans für 2019 geht, wollen sie sich weiterhin für eine umweltverträgliche Sportförderung und eine solide Haushaltswirtschaft einsetzen.

 
 

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